Hallo ihr alle,
Also gleich vorweg das allerwichtigste: Am 20.7.Donnerstag und 21.7.Freitag wollen wir, wenn es witterungstechnisch passt, unsere Zwiebeln ernten. Weil es sich dabei um ca. 75.000 Zwiebeln handelt und wir nur ungefähr acht Paar Hände am Hof haben, heißt das für uns extrem viele Zwiebeln rausrupfen. Also kommt uns bitte helfen. Es ist keine komplizierte Arbeit jeder und jede mit mindesten einer Hand kann Zwiebeln ernten. Auch gut geeignet als Kinderbespaßung oder zum sich so richtig auspowern. Treffpunkt ist 14:00 Uhr am Hof oder später dazukommen auf den Zwiebelacker.
Vergesst nicht Sonnenschutz und genügend zu trinken mitzunehmen.
Was gibts sonst so?
Wir haben angefangen und sind jetzt mitten drin in der Getreideernte, der größte Teil der Winterkohlpflanzung ist gemacht, die Lagermöhren sind gejätet sogar schon zum zweiten mal. Wir sind mal wieder am Futter machen. Und sonst wie immer. Ach ja der Sturm hat uns nicht überrascht, aber seine Auswirkungen dann irgendwie schon. Der Viehanhänger wurde wohl von einer Böe erfasst und ist über ein Beregnungsrohr und Fahrrad gefahren, knapp an den Zucchinipflanzen, also nochmal Glück gehabt. Das Freilandbohnengestell, unser ganzer Gärtnerinnenstolz, ist dem Wind leider zum Opfer gefallen und steht jetzt aber wieder einingermaßen zusammen geflickt. Bei den Milchkühen tummeln sich momentan 56345634958979259 Milliarden Fliegen, was das Melken nicht wirklich erleichtert und die Kühe wahrscheinlich auch sehr nervt. Glück gehabt haben unsere drei momentanen Trockensteherinnen, Amme und Kälber, die stehen im Feriendomizil am Hirzen, ein schattiges, naturnahes Kuhnaherholungsgebiet hinter Buggingen. Im Garten haben wir gefühlt seit drei Wochen eine Unkrautexplosion, das „regnerische Wetter“ mit ab und zu „bedeckten“ Tagen und die langen Tage, gefällt nicht nur dem Gemüse. Überall sprießen z.B. die im Gärtnerinnenslang so genannten Meldebäume. Melde die riesig geworden ist und nur darauf wartet ihre bis zu 20.000 Samen in den Garten zu schleudern. Ich komme deshalb immer nur sehr langsam von A nach B im Garten, weil ich auf dem Weg immer irgendwas rausreißen will. Jaja so ist das. Ah jetzt fällt mir noch was ein. Gurken! Was ist eigentlich mit den Gurken los? Warum gibt es nur so wenige? Die hatten dieses Jahr ein sehr sehr schwierigen Start, denn sie waren komplett mit Läusen befallen, so sind einige Pflanzen gestorben und das ganze Wachstum hat sich extrem verzögert. Irgendeine Kultur trifft es im Frühjahr immer mit dem Läusebefall. Der anhaltend Wind und das sehr trockene Wetter(im Mai/Juni) war dann zusätzlich auch nicht sehr förderlich für die Pflanzen. Nach Windschutzbauen, Pflanzen rausreißen, mehrmaligen Molke und Schachtelhalm spritzen und sonstigem umtüdelen, kann ich, glaube ich, sagen, sie sind jetzt über den Berg und werden allen Gurkenfreunden jetzt fleißig Gurken schenken. Die Gurkenschwämme kommt wahrscheinlich trotzdem noch. Also keine Angst es wird mehr geben. Freuen können wir uns dieses Jahr über frühe und prächtige Auberginen(die waren letztes Jahr das Opfer von Läusen und Kartoffelkäfern) in auch mal anderen Formen und Farben. Kommende Woche noch nicht so viel, aber das geht bald los. Also man muss weder raffgierig diese Woche gleich ganz viele bestellen, noch traurig sein wenn man keine mehr bekommt, gilt für alles an Fruchtgemüse, wird jetzt langsam mehr bis es es euch dann im Herbst zu den Ohren rauskommt. Außer natürlich Zucchini da kann man sich jetzt schon beherzt mit vollstopfen.
Also das wars! Schönes Wochenende und bis Donnerstag auf dem Zwiebelacker.
Grüße vom Hof

